Anforderungen an die Bewertung von Tests und Übungen

Ein Gastbeitrag für die BCM-News von Torsten Zacher

Einleitung

Gemäß der MaRisk AT 7.3 ist die Wirksamkeit und der Angemessenheit des Notfallkonzeptes regelmäßig durch Notfalltests zu überprüfen.

Die zwei Begriffe Angemessenheit und Wirksamkeit spielen hierbei in Verbindung mit den Tests eine entscheidende Rolle.

Das KWG ergänzt im § 25c hierbei noch, dass den jeweils Verantwortlichen über die Ergebnisse der Notfalltest berichtet wird.

Die Begriffe Angemessenheit und Wirksamkeit bilden die Grundlage der Bewertung, die im ersten Teil des Artikels vorgestellt werden. Im zweiten Teil wird auf die Notwendigkeit einer Bewertung, deren Zielgruppen und den positiven Nutzen eingegangen. Im dritten Teil wird eine mögliche Bewertung inklusive Inhalten vorgestellt. Es sind Bewertungen je Test und eine Jahresbewertung zu differenzieren. Weiterlesen…

Umfrage zu Personalausfall durch die Unwetter in NRW

Gerade erst hat sich die Verkehrslage in Nordrhein-Westfalen nach den heftigen Stürmen wieder normalisiert und die Bahnverbindungen stehen wieder zur Verfügung. Auf den kürzlichen Beitrag von Christian Zänker hier in den BCM-News gab es sehr interessierte Reaktionen. Daher haben Christian Zänker und ich uns entschlossen eine kleine Umfrage aufzusetzen. In der kurzen Umfrage mit 10 Fragen geht es um die Folgen eines Personalausfalls auf Grund der Unwetter. Die Umfrage läuft bis 30. Juni und ist anonym.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Link zur Umfrage:

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BCM-Szenario Personalausfall am praktischen Beispiel

BCM Szenarien legen zumeist immer noch worst case Szenarien zugrunde. Bei Personalausfall wird in erster Linie und berechtigterweise das Pandemieszenario betrachtet. Aber es sind häufig die „kleinen“ Anlässe, die unerwartete Auswirkungen auf die betrieblichen Abläufe haben. Immer wieder kommt es zu Meldungen über Norovirusinfektionen oder Salmonellenvergiftungen, die zumeist nicht ganze Konzerne, jedoch häufiger einzelne Standorte oder abteilungsweise Mitarbeiter betreffen können. Man bräuchte statt des Namens eines Kreuzfahrtschiffes oder einer Schule nur den Namen einer geschäftskritischen Abteilung einsetzen, um die Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs für sich ableiten zu können. 

Ähnlich geht es mir, wenn ich in Düsseldorf die Beeinträchtigungen durch das Unwetter von Pfingstmontag betrachte: 80.000 Bäume sind in NRW beschädigt. Die Bahnstrecken durchs Ruhrgebiet zwischen Dortmund und Köln sind gesperrt. Düsseldorf, Duisburg, Essen und Bochum sind mit der Bahn nicht erreichbar. Das gilt für den Fernverkehr: ICE, IC wie für den Regionalverkehr: Interregio und S-Bahn. Nach drei Tagen fahren die ersten Straßenbahnen wieder. Auf den Straßen und Autobahnen bilden sich -zig Kilometer lange Staus. Wir sprechen von einem flächendeckenden Personalausfall von mindestens vier Tagen - zusätzlich zur Pfingsturlaubszeit. Es wäre interessant, Erfahrungsberichte von BCM Managern aus NRW zusammenzutragen und auszuwerten, wieweit einzelne Betriebe von dieser massiven Beeinträchtigung der Verkehrsinfrastruktur betroffen waren.
Wie hoch ist der Anteil der Pendler?
Wie hoch war die Mitarbeiterabwesenheit im zeitlichen Verlauf?
Wieviele Betriebe haben auf Notfallpläne zurückgegriffen? 
Oder mussten sie dies gar nicht?
Welche Personalausfallquote kann ein Betrieb kurzfristig verkraften?
Welche Mitarbeiter waren in der Lage, aus dem Homeoffice zu arbeiten?
Wie effektiv war diese Lösung im Verlauf dieses ungeplanten Tests?
Ein Erfahrungsaustausch hierzu wäre wünschenswert, denn von allen BCM Ausfallszenarien ist es gerade das Szenario Personalausfall, das die Planer zumeist auf mehr oder weniger akademische Ableitungen zurückfallen lässt.

Christian Zänker
http://www.bcmpartner.de