BCI Horizon Scan - welche Risiken sehen Sie für ihr Unternehmen?

Auch dieses Jahr führt das Business Continuity Institute BCI gemeinsam mit Zurich die internationale Umfrage "BCI Horizon Scan" zur Risikolandschaft durch.

Hier geht es zur Umfrage:

https://www.surveymonkey.com/r/BCI-Horizon-Scan-2016

Das Ergebnis der letzten Umfrage kann hier abgerufen werden:

http://www.thebci.org/index.php/obtain-the-horizon-scan-2015-document

Ein Fachbeitrag für Sicherheitsverantwortliche in den Unternehmen: „Drohnen: Gefahren und deren Abwehr aus rechtlicher Sicht“

Bonn, 20.10.2015 – Wenn Drohnen angreifen, reicht die Phantasie kaum aus, sich das Gefahrenpotenzial vorzustellen. Wie reagieren Sicherheitsverantwortliche in den Unternehmen auf dieses Sicherheitsrisiko? Sollten sie es bei passiv-organisatorischen Gegenmaßnahmen (z. B. Spannen von Sicherheitsnetzen) belassen? Oder dürfen sie die Drohne auch aktiv bekämpfen? Bei der Beantwortung dieser Fragen herrscht weitverbreitete Rat- und Hilflosigkeit.

Deshalb hat sich der Sicherheits-Berater an einen Rechtsanwalt, Dr. Ulrich Dieckert (überörtliche Sozietät Witt Roschkowski Dieckert – www.wrd.de), gewandt. Der Experte, der Errichter bei der Einführung sicherheitstechnischer Einrichtungen berät, stellte dem Sicherheits-Berater seine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen als Gastbeitrag zur Verfügung:
„Drohnen: Gefahren und deren Abwehr aus rechtlicher Sicht“. Darin diskutiert er zum Beispiel, ob sich rechtliche Definitionen wie „Notwehr“, „Notstand“, „Selbsthilfe“ oder „vorläufige Festnahme“ für die Abwehr von Drohnen eignen.

Den 24-seitigen Fachbeitrag hat der Sicherheits-Berater auf www.sicherheits-berater.de online gestellt. Er ist durch Klick auf den dort vorhandenen Drohnen-Button aufrufbar (oder www.sicherheits-berater.de/SIB/Gastbeitrag_Drohnen_Dr_Dieckert.pdf). Schnellleser finden in Ausgabe 20/2015 des Sicherheits-Berater vom 15. Oktober 2015 eine Zusammenfassung. Auch diese ist online einsehbar - unter dem Kurzlink http://bit.ly/1VTKWDs.

Das BCM-Grüpple diskutierte die Schnittstellen zwischen BCM und Risikomanagement

Gestern traf sich das BCM-Grüpple bei spätsommerlichen Temperaturen im badischen Karlsruhe beim Gastgeber new&able. Thema waren die Schnitttstellen zwischen BCM und Risikomanagement. Vorträge von SAP und der Bausparkasse Schwäbisch Hall regten zur munteren Diskussion der BCM-Verantwortlichen aus ganz unterschiedlichen Branchen an. Das nächste Treffen wird im März 2016 stattfinden und Krisenmanagement zum Thema haben. Das BCM-Grüpple ist eine Gruppe von BCM-Verantwortlichen aus dem süddeutschen und schweizer Raum. Rund vier Mal im Jahr treffen wir uns zum Austausch, um voneinander zu lernen, uns informell auszutauschen, gemeinsam zu lachen, zu leiden sowie uns an einem kleinen Vesper zu laben.  Die Treffen finden in der Regel an einem Montag von 14:00 bis 17:00 statt. Das BCM-Grüpple ist offen für neue Teilnehmer aus allen Branchen und Organisationen, die bereit sind, sich in die Gruppe einzubringen. Interessenten wenden sich bitte an admin@bcm-news.de.

Aus Fehlern lernen

"Denn nur wer mit seinen Fehlern umzugehen lernt, steigert seine Resilienz, also die Fähigkeit, künftige Krisen unbeschadet zu überstehen oder gar gestärkt aus ihnen hervorzugehen." Dieser Satz steht am heutigen Sonntag in einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als Auftakt zu einer Artikelserie über das Scheitern. An diesem Satz bin ich hängen geblieben. Ich habe ihn mehrfach gelesen und viele Assoziationen sind durch meinen Kopf geschossen, obwohl die Sonne an diesem Sonntag früh noch nicht aufgegangen war und das Koffein erst langsam seine Wirkung entfaltete. Dies lag bei weitem nicht nur an dem Wörtchen "Resilienz" das Einzug in das BCM-Vokabular gefunden hat. Es gibt im BCM-Lebenszyklus die Phase "Embedding the BCM", was häufig mit "Awareness für das BCM schaffen" übersetzt wird. Mit Awareness assoziiert man dann ganz schnell Awarenessprogramme und -maßnahmen in Form von Flyern, Intranetseiten, Vorträgen und Veranstaltungen, um das Bewusstsein für unser Thema BCM beim Management und den Mitarbeitern zu steigern. "Big Bang" oder die "Politik der kleinen Schritte", dies sind zwei unterschiedliche Herangehensweisen, die sich sehr gut ergänzen. Awareness-Kampagnen sind das eine, doch der Schlüssel für "Embedding the BCM" liegt im Fehlermanagement. "Aus Fehlern für das BCM lernen" gehört zur Taktik der kleinen Schritte. Und es ist nicht erstaunlich, dass sich für das BCM hier eine große Schnittstelle zum Qualitätsmanagement auftut. Ich erlebe in den Unternehmen, die BCM neu einführen wollen, häufig die überraschende Erkenntnis "das haben wir doch schon in Teilen, nämlich im Qualitätsmanagement".  Ziel muss es ein, aus Fehlern, Störungen, Notfällen, Tests und Übungen so viel als möglich zu lernen und in Verbesserungen der Notfallvorsorge umzusetzen. Dies sind kleine Schritte der Veränderung, die vom Unternehmen allerdings zugelassen werden müssen. Und hier sind wir bei der sagenumwobenen "Unternehmenskultur". Eine Unternehmenskultur, die keine Fehler zulässt und den Mitarbeitern keinen Raum für Veränderungen und Verbesserungen gibt, wird ein BCM nur auf dem Papier haben. Das BCM wird die "Unternehmenskultur" nicht verändern können, doch was können die BCM-Verantwortlichen tun, um sich auf den Weg der kleinen Schritte zu machen?

  • den Schulterschluss mit dem Qualitätsmanagement suchen - Gemeinsamkeit macht stark, auch gegenüber dem Top-Management
  • Störungen erkennen, analysieren und das Ergebnis als Grundlage für die Optimierung der Notfallpläne nehmen
  • Notfälle und Krisen intensiv auswerten, ohne "mit dem Finger zu zeigen. Holen Sie sich einen unabhängigen Moderator dazu!
  • Tests und Übungen nicht bis zu vollständigen Übungskünstlichkeit verfremden, nur damit keine Fehler passieren
  • Notfallpläne in die Verantwortung der Mitarbeiter geben. Sie sind alltägliche Hilfsmittel wie Organisations- und Arbeitsanweisungen
  • "Steter Tropfen hölt den Stein": eine perfekte Unternehmenskultur gibt es nicht (auch nicht in meinem Ein-Mann-Unternehmen!), dran bleiben!
  • Sichtbare, auch kleine Erfolge, erhöhen die Akzeptanz beim Top-Management (wir konnten Schäden und Unterbrechungen vermeiden, weil wir im BCM ...)
  • Tun Sie Gutes und reden Sie darüber (ein alter aber wirkungsvoller Marketingspruch)
  • BCM-Awareness-Maßnahmen bringen einen kurzen Schub, für die Nachhaltigkeit bedarf es der Politik kleinen Schritte.

Beim Marathon gilt die Regel, mach die Schrittlänge kürzer, dann kannst du länger laufen! Wenn es gar nicht mehr geht, gehe ein Stück Schritt für Schritt, aber verliere das Ziel niemals aus dem Auge!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei ihrem BCM-Marathon! Sie werden mit der richtigen Einstellung ins Ziel kommen!

be prepared

Matthias Hämmerle

Termine im BCM-Kalender für 2016

Das aktuelle Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, das Thermometer ist ein eindeutiges Indiz hierfür. Zeit, den Blick nach vorne zu werfen und Planungen für das neue Jahr zu machen. Neben Urlaub und Brückentagen gehört hierzu auch die Weiterbildung. Die BCM-News bieten als Unterstützung den BCM-Kalender mit themenbezogenen Terminen und Veranstaltungen. Der Eintrag von Terminen ist für die Veranstalter kostenfrei. Nutzen Sie die Gelegenheit. Hierzu ist lediglich die Registrierung auf der Seite und die Freischaltung als Terminadministrator durch den Admin (admin@bcm-news.de) notwendig. Termineintragungen werden durch den Admin freigegeben. Bitte nur themenbezogene Termine eintragen.

Krisenmanagement lernen von den Profis

Wie man Krisen managed lernt man durch eigenes Erleben in der Realität und in Simulationen oder aber auch durch Zuhören bei Menschen, die Extremsituationen erlebt und gemeistert haben. Solche Extremsituationen gibt es in allen Lebensbereichen. Es gibt gerade im Sport auch Menschen, die sich bewusst in Extremsituationen begeben. Von diesem Menschen will ich lernen am 3. Extremsporttag am 31. Oktober in Frankfurt. Querschnittsgelähmt zurück als B.A.S.E. Jumperin, 6.500 Kilometer im Ruderboot über den Atlantik, Yucon Arctic Ultra Lauf, mit dem Mountainbike über den Baikalsee. Neben der körperlichen Fitness entscheidet vor allem die mentale Fitness über das Gelingen, Misslingen und gar Überleben. Ich freue mich schon sehr auf die Veranstaltung und bin gespannt, welche Erkenntnisse sich auf das Krisenmanagement übertragen lassen.