BCM-News Daily Digest

„Heute wegen Krise geschlossen“ – Wie sage ich es meinen Kunden?

Meine aktuelle Veröffentlichung behandelt die Krisenkommunikation speziell im Business-to-Busines-Bereich. Zahlreiche Ratgeber beschäftigen sich mit der Krisenkommunikation gegenüber Presse und Öffentlichkeit und den sozialen Medien. Der Großteil der Störungen und Ausfälle findet glücklicherweise jedoch nicht den Weg in die Öffentlichkeit. Umso bedeutender ist die schnelle und angemessene Kommunikation in diesen Situationen mit den Kunden. Über Jahre aufgabeutes Vertrauen gilt es in diesen kritischen Situationen zu erhalten. Fünf Maßnahmen zur Vorbereitung des Krisenmanagements im B2B-Bereich finden Sie in meiner aktuellen Veröffentlichung auf der Plattform 3GRC.

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Anruf von Microsoft

Am Wochenende erhielten wir einen Anruf von "Microsoft". Eine Stimme in englischer Sprache mit starkem Akzent forderte meine Frau auf, den Computer zu starten, um dann gemeinsam einen Virus zu entfernen, der sich im Computer eingenistet hätte und von Microsoft identifiziert wurde. Meine Frau hat sich dann am Telefon in ein Gespräch verwickeln lassen. Der PC sei ausgeschaltet und müsse zuerst hochgefahren werden. Nach einiger Zeit habe ich mich dann in  die Leitung geschaltet: "please hold the line, this is german Police. We are just going to locate you". "German Police?" kam aus der Leitung zurück, "F.... your mother". Dann war "Microsoft" blitzschnell aus der Leitung verschwunden. Bei vielen Angerufenen wird die Masche nicht funktionieren. Doch gerade ältere und im Internet unerfahrene Menschen sind gefährdet. Nachdem ein Programm zur Entfernung des vermeintlichen Virus von "Microsoft" heruntergeladen wurde, ist der PC für die Hacker offen. Passworte, Zugangsdaten für das Onlinebanking können mitgelesen, Onlinebanking-Transaktionen umgeleitet oder Daten für Lösegelderpressung verschlüsselt werden. Die Masche ist, alt, scheint aber immer noch zu funktionieren. Die Verbraucherzentrale warnt vor dieser Masche und gibt Ratschläge für den richtigen Umgang.

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Allianz Risk Barometer 2017: Betriebsunterbrechungen sind das größte Risiko

"Betriebsunterbrechung ist zum im fünften Jahr in Folge das größte Risiko für Unternehmen. Neue Auslöser sind auf dem Vormarsch. Gefahren wie Naturkatastrophen und Brände sind weiterhin die Ursachen, die Unternehmen am meisten fürchten, aber die Art des Risikos verschiebt sich zunehmend auf Nicht-Schaden-Ereignisse. Ein Cybervorfall oder die indirekten Auswirkungen eines terroristischen Gewaltakts sind Ereignisse, die zu großen Verlusten führen können, ohne physische Schäden zu verursachen. Eine Zunahme solcher Ereignisse wird erwartet.", so das Ergebnis des Allianz Risk Barometer 2017. Gute Gründe also, Notfallvorsorge in Form von Business Continuity Management (BCM), IT-Service Continuity Management (ITSCM) und Krisenmanagement zu betreiben. Ein gutes Business Continuity Management in Form eines "all hazard approach" wirkt sowohl für Schaden, als auch Nicht-Schaden-Ereignisse gleichermaßen. Nicht-Schaden-Ereignisse wie Cyber-Attacken erfordern neben den klassischen BCM-Konzepten und -plänen eine enge und sorgfältige Abstimmung aller Disziplinen von den Notfallplänen über eine abgestimmte IT-Notfallvorsorge bis hin zu einem funktionierenden Krisenmanagement mit der internen und externen Krisenkommunikation. Notfallpläne in der Schublade alleine reichen für die aktuellen Anforderungen komplexer und dynamischer Szenarien nicht mehr aus. BCM, ITSCM und Krisenmanagement müssen fester Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung sein. Nicht umsonst steckt in jeder dieser Disziplinen das Wörtchen "...management". Die Implementierung mag ein langer, steiniger Weg sein, doch erkennen viele Unternehmen inzwischen den Nutzen dieser Investition über die reine Notfallvorsorge hinaus. Gibt eine Versicherung nur ein etwas beruhigerendes Gefühl für das ausgegebene Geld, schaffen BCM und ITSCM demgenüber ein hohes Maß an Transparenz der komplexen Zusammenhänge von Wertschöpfungsketten und Ressourcen des Unternehmens - quasi als Nebenprodukt einer Business Impact Analyse.  Das Krisenmanagement unterstützt in Form von Krisenstabstrainings und -übungen die übergreifende Zusammenarbeit und das Verständnis für die Inhalte des "Silos" der jeweiligen Anderen. Damit zu starten, ist ein guter Vorsatz für 2017. Viele Vorsätze für das neue Jahr scheitern, weil die Ziele für das Leistungsvermögen, Zeit und Budget weit zu hoch gesteckt sind. Ich empfehle daher eine stufenweise Implementierung in überschaubaren Schritten  mit einer abgestimmten Vision, damit die Organisation in das Thema "wachsen" kann und keine Investitionsruine entsteht.

Der Allianz Risk Barometer 2017 ist auf der Webseite der AGCS verfügbar.

Be prepared

Matthias Hämmerle MBCI

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  • IT-Experten wehren mehr Erpressungstrojaner ab | NDR.de - Nachrichten - Schleswig-Holstein
    Hacker haben im vergangenen Jahr häufiger versucht, Behörden und Verwaltungen im Norden zu erpressen. Das teilte der IT-Dienstleister Dataport mit, der 70.000 Verwaltungsrechner in Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg betreut.
  • Cyber risks to intensify in 2017: and cyber risk management to change
    In a new cyber predictions report, Stroz Friedberg, an Aon company, predicts that 2017 will usher in intensified cyber attacks, new regulations and a shift in how businesses approach cyber risk management. Top threats this year include nation state cyber espionage, a rise in data integrity attacks and an increase in attacks harnessing Internet of Things (IoT) devices.
  • The future of cybercrime
    Even more serious than the ever increasing financial and reputational risks affecting the corporate and commercial sectors are the very real possibilities of cybercrime being used to execute large scale terrorist attacks, assassinations and even murders. 
  • Online geht nichts mehr: Megapanne bei Postfinance - watson
    Rund 1.7 Millionen Kunden bei Postfinace sind von einem Totalausfall beim elektronischen Banking betroffen.