BCM News Updates for 2012-01-15

Marssonde Phobos-Grunt ist in den Pazifik gestürzt

Die russische Marssonde Phobos-Grunt soll heute Abend auf die Erde stürzen. Die Europäische Raumfahrtagentur rechnet mit einem Zeitfenster zwischen 16 und 20 Uhr MEZ. Der genaue Absturzort kann erst kurz vor dem Absturz ermittelt werden. In Frage kommen Europa, Südostasien, Australien und Südamerika. Phobos Grunt wiegt 13 Tonnen. Elf Tonnen hiervon sind Treibstoff, der beim Eintritt in die Erdatmosphäre verdampft. Experten rechnen mit maximal 200 Kilogramm Material, das auf die Erde stürzen könnte. Da 70 Prozent der Erde Wasseroberfläche sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Sonde genauso wie anderer Weltraumschrott zuvor, in den Ozeanen verschwindet. Hin und wieder wird doch auf bewohntes Gebiet abgestürzter Weltraumschrott gefunden. Der einzige verbürgte Schaden durch Weltraumschrott an Mensch oder Tier betraf eine Kuh auf Kuba, für die die Russen Schadenersatz geleistet haben.

Bei Aerospace kann die Flugbahn der abstürzenden Marssonde mitverfolgt werden.

Nach aktuellen Meldungen soll die Marssonde um 20:15 Uhr deutscher Zeit über Argentinien abstürzen.

Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde sind die Trümmer der Sonde in den Pazifik gestürzt.

Drei Jahre, zwei schwere Unglücke, zweimal Krisenmanagement - welch ein Unterschied

Heute genau vor drei Jahren, am 15. Januar 2009 um 15:26 Uhr Ortszeit hob der US-Airways-Flug AWE 1549 am LaGuardia-Flughafen ab. An Bord 150 Passagiere und fünf Crewmitglieder. Am Steuer C.B. Sullenberger mit seinem ersten Offizier J.B. Skiles. Wenige Minuten nach dem Start fielen durch Vogelschlag beide Triebwerke aus. Sechs Minuten nach dem Start landete Sullenberger  den Airbus in einer Bravourleistung im Hudson. Alle  Passagiere und Crewmitglieder überlebten das Unglück. Die Evakuierung der im Wasser schwimmenden Maschine verlief diszipliniert und Sullenberger kümmerte sich bis zum Schluss um die Sicherheit seiner Passagiere.

Drei Jahre später sind wir geschockt über die Nachrichten, die wir von dem vor der toskanischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiff Costa Concordia erhalten. Drei Menschen sind gestorben und etwa 50 Menschen werden noch vermisst. Mehr als 24 Stunden nach der Havarie werden noch Überlebende aus den Kabinen geborgen. Doch die Hoffnungen schwinden. Dann die aktuelle Nachricht. Der Kapitän des Schiffs wurde vernommen und nach der Vernehmung verhaftet. Er soll das Schiff als einer der ersten verlassen haben. Sollte sich dies bewahrheiten hat er möglicherweise nicht nur einen schweren Navigationsfehler begangen, sondern er hat auch gegen die eiserne Regel aller Piloten und Kapitäne verstossen: erst von Bord zu gehen, wenn die Passagiere in Sicherheit sind. Größer könnte der Gegensatz des Krisenmanagements beider Ereignisse nicht sein. Sullenberger war ein erfahrener Pilot, der zuvor F-4 Phantom Jets geflogen war und andere Piloten im Sicherheitsmanagement ausbildete. Er wusste instinktiv aus Trainings, was in dieser Situation zu tun war. Und natürlich war auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Auf der Costa Concordia soll es bis zum Zeitpunkt der Havarie noch keine Übung mit den Passagieren gegeben haben. An Bord brach nach Augenzeugenberichten Panik aus. Die italienischen Behörden machen einen überforderten Eindruck bei der Registrierung der Geretteten. Das Krisenmanagement beider Unglücke könnte unterschiedlicher nicht sein - wenn man bei der Costa Concordia überhaupt hiervon sprechen kann.

BCM News Updates for 2012-01-14

Mindestens drei Tote bei Havarie eines Kreuzfahrtschiffes vor Italien

Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" ist nahe vor der italienischen Westküste bei der Insel Giglio auf Grund gelaufen. Dabei sind nach ersten Meldungen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. An Bord waren 3.200 Passagiere und 1.000 Crew-Mitglieder, darunter 500 Passagiere aus Deutschland. Das Schiff liegt mit schwerer Schlagseite im Wasser wenige hundert Meter von der Insel Giglio entfernt. Das Unglück ereignete sich Freitag abend um 22:00 Uhr. Viele Passagiere waren zu dieser Zeit beim Abendessen. Der Strom fiel aus und auf dem Schiff brach Panik aus. Einige Passagiere sollen über Bord gesprungen sein. Das Kreuzfahrtschiff wurde 2006 gebaut und wird von der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere betrieben. Es zählt zu den modernen Kreuzfahrtschiffen.

Es sollen sich nach aktuellen Meldungen keine Deutschen unter den Todesopfern befinden.

Aktuelle Meldungen zu dem Unglück erhalten Sie im BCM-Newsticker.

BCM News Updates for 2012-01-13

BCM News Updates for 2012-01-13

Ein Logo für die BCM-News

Weihnachten kam für die BCM-News dieses Jahr etwas später. Aber heute wurde das Geschenk aufgepackt: das neue Logo für die BCM-News. Ich hoffe, es gefällt Ihnen so gut wie mir.

Mein ganz herzlicher Dank geht an den Sponsor für dieses Logo: Dirk Ehrenberg von bcm-vision. Er hat den Kontakt zur Grafikerin hergestellt, die Entwicklung des Designs unterstützt und auch die Kosten für das neue Logo übernommen. Vielen Dank.

Auch die technische Plattform der Marktübersicht für die BCM-Tools wurde überarbeitet und ein Cache-System implementiert. Mit diesen Maßnahmen, umgesetzt durch inpsyde, soll die Performance auch unter höherer Last sichergestellt werden. Indexierungsläufe von Suchmaschinen hatten die Seite zeitweise an Belastungsgrenzen gebracht. Dank der Unterstützung der Premium-Sponsoren sind diese wichtigen Maßnahmen möglich.

BCM News Updates for 2012-01-12

Haiti zwei Jahre nach dem schweren Beben

Vor zwei Jahren, am 12. Januar 2010 um 16:53 Uhr Ortzeit ereignete sich in Haiti ein schweres Erdbeben der Stärke 7.0. Bei dem Erdbeben starben zwischen 200.000 und 500.000 Menschen. Die genauen Zahlen werden wir nie erfahren. Runde 1,5 Millionen Menschen verloren ihr Zuhause. Seit zwei Jahren kämpfen die Menschen in Haiti ums Überleben. Noch immer leben mehr als 500.ooo Menschen in Notunterkünften, die eigentlich nur für eine kurze Übergangszeit gedacht waren. Die Menschen leben in den Lagern mit Gewalt, Vergewaltigungen und und ohne Privatsphäre. Nach dem Beben wütete die Cholera und hat Tausenden das Leben gekostet. Offizielle Statistiken berichten von 7.000 Cholera-Toten. Aus dem Ausland ist viel Hilfe ins Land geflossen, wenn auch nicht in dem ursprünglich zugesagten Umfang. Form und Umfang der Hilfe waren und sind zum Teil heftig umstritten. Die Zerstörung der Infrastruktur und Telekommunikation hat die Arbeit der Helfer massiv erschwert und in den abgelegenen Regionen unmöglich gemacht. Die Hilfeleistungen konzentrieren sich auch heute noch auf die Zentren Haitis. Und selbst in Port-au-Prince ist erst die Hälfte des Schutts weggeräumt. In den Bergen und abgelegenen Gebieten ist die Lage der Menschen weiterhin katastrophal. hr-info hat ein Jahr lang mit Reportagen und Berichten intensiv über die Situation in Haiti berichtet. Jeden Morgen haben mich diese lebendigen Reportagen per Radio auf dem Arbeitsweg begleitet. Zwei Jahre nach der Katastrophe war der Reporter von hr info Stefan Bücheler wieder vor Ort und berichtet über die aktuelle Lage.

British Standards veröffentlicht Leitfaden zum Supply Chain Business Continuity Management

Die Katastrophen in Japan und Thailand haben erneut die Verwundbarkeit der Supply Chain aufgezeigt. British Standards BSI hat jetzt einen neuen Leitfaden für das BCM für das Supply Chain Management veröffentlicht. "PD 25222:2011 Business continuity management. Guidance on supply chain continuity", so der offizielle Titel des Dokuments.

"PD 25222 Guidance on supply chain continuity will arm you with the practical methods you need to help you deliver your products and services in the event of incident affecting your supply chain (upstream, downstream and between you and organizations of the same tier.)
This includes, for example, how to obtain and maintain assurance that suppliers’ continuity arrangements protect you adequately. What’s more, using this guidance you can make sure your Supply Chain Continuity Management measures match the level of risk you face - so you're not wasting time or money on controls that aren’t necessary, for example."

BSi

Das Dokument ist beim BSi online für 100 GBP käuflich zu erwerben. Über Feedback zu dem Dokument als Kommentar oder eigenen Beitrag hier in den BCM-News würde ich mich sehr freuen.

BCM News Updates for 2012-01-11