BSI veröffentlicht PD 25666:2010 Business continuity management - Guidance on exercising and testing for continuity and contingency programmes

BSi hat das PD (Published Document) PD 25666:2010 zu Tests und Übungen für das BCM am 31.07.2010 veröffentlicht. Das Dokument ist formal kein Standard, sondern eine Empfehlung und wurde vom Technical Committee BCM/1 erarbeitet. Das 20-seitige Dokument definiert im Teil "Terms and definitions" zunächst wichtige Begrifflichkeiten, Rollen sowie Übungs- und Testtypen.

Bei den Übungsformen wird unterschieden zwischen

  • drill
  • exercise
  • live play
  • seminar exercise
  • simulation
  • table-top exercise.

Nachfolgend werden die Übungs- und Testphasen mit den wichtigsten Inhalten und Ergebnissen beschrieben:

  • Proramme management
  • Planning an exercise as a project
  • Exercises
  • Exercise preparation
  • Conducting an erxercise
  • Post-exercise/real incident and disruptive events activities.

In der Anlage werden die Rollen der Übungsteilnehmer beschrieben.

Das Dokument kann beim BSi online als Download-Version oder Paperback zum Preis von 95 GBP erworben werden.

Das Dokument beschreibt wichtige Grundlagen des Test- und Übungsmanagement für das Business Continuity Management, indem Begrifflichkeiten, Rollen und Prozesse definiert und beschrieben werden und ergänzt hierdurch den BCM Standard BS 25999-1, -2. Wer jedoch praktische Unterstützung für die Durchführung von Tests und Übungen durch Templates und konkrete Good Practices sucht, wird durch dieses Dokument nicht bedient werden. Denn es orientiert sich von Aufbau und Inhalt an den Standards. Hier ist dann spezielle Literatur (siehe BCM-Shop in den bcm-news) und natürlich der Erfahrungsaustausch mit Kollegen gefragt.

VW stoppt Produktion in russischem Werk wegen der Waldbrände

Die Waldbrände in Russland greifen immer weiter um sich. Die Torfbrände rund um Moskau hüllen die 10-Millionen-Metropole in dichten gesundheitsgefährdenden Rauch. Für mehrere Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Von den Waldbränden ist jezt auch ein VW-Werk in Russland betroffen. Im Automobilwerk in Kaluga wurde die Produktion vorsorglich wegen der Rauchentwicklung gestoppt. Viele weitere Betriebe sind direkt von den Waldbränden oder indirekt durch die starke Rauchentwicklung betroffen. Darunter auch viele Raffinerien. Im atomaren Forschungszentrum Sarow wurden vorsorglich Sprengstoffe und nukleares Material in Sicherheit gebracht. Bundeskanzlerin Merkel bot dem russischen Präsidenten Dimitri Medwedjew Hilfe im Kampf gegen die Waldbrände an.

Fachtagung Krisenkommunikation am 26. Oktober in Frankfurt

Viele Krisen sind auch mediale Krisen. Was zeichnet eine gute Krisenkommunikation aus und welche Grundsätze lassen sich aus den aktuellen Fällen ableiten? Dies ist Thema der Fachtagung Krisenkommunikation am 26. Oktober 2010 in Frankfurt. Die Referenten kommen u.a. von Vattenfall Europe, Bilfinger Berger, Nestlé Deutschland AG und der HSH Nordbank. Also Experten, die Erfahrung haben und es eigentlich wissen müssen.

Unwetterwarnungen jetzt auch für Frankreich

Die Unwetterzentrale (Link auch unter "Aktuelle Infos" der bcm-news) warnt künftig neben Deutschalnd und der Schweiz auch europaweit vor Unwettern. Anfang August startete der Dienst in Frankreich und wird dann in den kommenden Monaten weiter ausgebaut.

"Speziell zugeschnitten auf die Anforderungen des Landes Frankreich wurde ein umfangreiches kostenloses Serviceangebot entwickelt, das keine Wünsche offen lässt. So wird neben den klassischen Unwetterwarnungen
beispielsweise auch vor regionalen Winden wie dem Mistral oder dem Tramontane-Wind gewarnt.
Die Warnungen werden für das Festland, die Inseln und die Überseegebiete wie Französisch-Guyana oder La Réunion ausgegeben." (Quelle: meteomedia)

STIKO empfiehlt Influenza-Impfung für Schwangere, Impfempfehlungen für H1N1 werden zurückgezogen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut empfiehlt im aktuellen Epidemiologischen Bulletin Nr. 30 vom 2. August 2010 auch Schwangeren die jährliche Impfung im Herbst gegen die saisonale Influenza. Daneben wird Personen über 60 Jahren die Impfung empfohlen. Die Impfung besteht aus einem "Impfstoff mit aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination". Die Impfempfehlungen gegen die pandemische Influenza (H1N1) 2009 werden bis auf Weiteres zurückgezogen.

Templates und andere Ressourcen für BCM und ITSCM

Templates für BCM und ITSCM sind ein ständig aktuelles Thema. Wer hat ein richtig gutes Template für die Durchführung einer BIA, die Erstellung eines Notfallplans oder Testkonzepts? Fragen, die auch ich öfter gestellt bekomme. Und auch ich bin ständig auf der Suche nach dem optimalen Template. In Deutschland werden Templates oftmals fast als geheime Verschlusssache behandelt, während in UK und den USA Templates in Foren und Webseiten gerne veröffentlicht werden. Eine gute - englischsprachige- Fundgrube für BCM- und DR-Templates ist die Seite searchdisasterrecovery.com, auf die ich hier gerne hinweisen möchte. Kennen Sie weitere Fundgruben für Templates? Hinweise gerne an admin@bcm-news.de, oder als Kommentar zu diesem Artikel. Wenn Sie ein bewährtes Template haben, das Sie auch gerne anderen Kollegen zur Verfügung stellen wollen, verweise ich gerne auf das BCM-Forum auf www.bcm-net.de, wo Sie ihr Template veröffentlichen können.

Größte Katastrophenschutzübung am Frankfurter Flughafen

Am gestrigen Dienstag hat sich das BCI Regionalforum Mitte in den Krisenstabsräumen der Fraport AG getroffen, um sich direkt von Nina Reitz (Notfall- und Krisenmanagerin) und ihrem Team über das Notfallkonzept der Fraport AG und die Einführung eines Krisenmanagement-Tools zu informieren. Spätestens im Oktober wird in diesen Räumlichkeiten  wieder viel Action sein, wenn die größte Katastrophenschutzübung in Deutschland am 9. Oktober am Frankfurter Flughafen stattfindet. Das Szenario sieht einen Zusammenstoß zweier Maschinen auf der neuen Landebahn vor. Rund 2.500 Menschen werden an dieser Großübung teilnehmen, davon 500 als Verletzte. Getestet werden soll im Rahmen dieser Übung auch ein neues Verfahren zur Kennzeichnung von Opfern und deren Verletzungen. Bislang wurde für die Triagierung der Verletzten Anhängekarten genutzt. Im Rahmen dieser Übung werden Armbänder mit Chips getestet, auf denen Informationen über die Schwere der Verletzungen gespeichert sind. Die Informationen über die Anzahl der Verletzten und die Schwere der Verletzungen lassen sich so unmittelbar an alle Beteiligten (Leitstelle, Rettungsdienste, Krankenhäusser) weitergeben. Zudem können die Verletzten mit Hilfe von Satelliten und Flugdrohnen lokalisiert werden. Das innovative Meldesystem ist Inhalt des Projekts SOGRO (Sofortrettung bei Großunfall), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.

BCI Forum Mitte bei der Fraport: Anfahrtsplan

Heute trifft sich das BCI Forum Mitte bei der Fraport AG. Hier finden Sie den Anfahrtplan für die Veranstaltung: Anfahrt Fraport

Wegbeschreibung aus Xing:

Treffpunkt ist der Empfangs- oder Informationsdesk des FAC in der 4. Etage.

Wer mit dem eigenen Pkw anreist, kann die Parkhäuser des Flughafens nutzen, zu den üblichen Konditionen auf eigene Kosten. Aus den Parkhäusern erst mal auf die Ebene 1 kommen, und sich am Treffpunkt orientieren.

Wer mit der S-Bahn kommt, sollte den Aufgang möglichst weit im Westen (in Richtung Kelsterbach) nehmen. Eine Etage höher ist die Ebene 1. Dort am Treffpunkt orientieren, oder an McDonalds, denn dort sind in einer der großen Säulen die Aufzüge auf die Ebene 3 zu finden. Recht vornehm diskret gibt es auch Hinweise auf das Frankfurt Airport Center / FAC. Den Übergang nehmen, der zum FAC führt, und dann nach links.

Wer mit Fernzug im hypermodernen Bahnhof landet, ist bereits auf der Ebene 3. Über den langen breiten Übergang über die Autobahn A3 gehen, und dann nach rechts.

Wo sich der Gang öffnet, geht es noch mal eine Treppe nach oben in die 4. Ebene - und dort ist der Infodesk des FAC.

============>>>>>>>>>> BITTE rechtzeitig um 17.45 h DORT einfinden. <<<<<<<<=============

Da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist und sich mehr Interessenten gemeldet haben als Plätze verfügbar sind, bitte ich die in Xing angemeldeten Teilnehmer, die doch nicht kommen können, dies in Xing zu aktualisieren. Nachrücker haben dann eine Chance auf die Teilnahme. Vielen Dank.

Gastbeiträge herzlich willkommen!

Sie haben

  • einen Notfall erfolgreich bewältigt und wollen hier darüber berichten
  • eine tolle Awareness-Maßnahme für BCM durchgeführt
  • ein tolles Template entwickelt, das Sie hier vorstellen wollen
  • Tips und Tricks, die uns allen helfen
  • Sorgen, Nöte, Probleme, die Sie mit uns teilen wollen
  • keine Profit-Interessen dabei

dann sind Sie hier goldrichtig. Denn es besteht in den bcm-news auch die Möglichkeit als Gast-Autor Artikel zu veröffentlichen.

Senden sie einfach Ihren Entwurf für den Artikel an admin@bcm-news.de.

Selbstverständlich wird der Artikel unter Ihrem Namen veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Artikel von der Veröffentlichung auszuschließen, die ausschließlich Werbezwecken dienen.

Jetzt aber ran an die Tastatur!

3. BSi Forum Business Continuity Management im Rückblick

Am 6. Juli fand in Bonn bereits das 3. BSI Forum BCM von BSI Deutschland statt. Zu Gast waren wir in den perfekt organisierten Räumlichkeiten der Telekom, die sich mit Vorträgen, Führungen durch die T-Gallery und Teilnahme an der Podiumsdiskussion auch inhaltlich stark engagierte. Die Simultanübersetzung der Beiträge ins Englische erlaubte auch den ausländischen Gästen  die Veranstaltung mühelos mitzuverfolgen. Weiterlesen…

Tragödie bei der Loveparade: Pressekonferenz im Duisburger Rathaus

Um 12:00 Uhr findet eine Pressekonferenz zur Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg statt. Die Pressekonferenz wird auf N24 übertragen. Einen Livestream gibt es auf der Internetseite von N24.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Die Tragödie hat 19 Tote und 340 verletzte Menschen gefordert, so Adolf Sauerland OB von Duisburg. Die Ermittlungen benötigen noch Zeit und es sollen keine voreiligen Schuldzuweisungen getätigt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der OB besucht nach der Pressekonferenz Überlebende in der Klinik.

Die Loveparade wird nicht weiter fortgesetzt werden, das ist das Ende der Loveparade, so der Veranstalter Rainer Schaller.Das Sicherheitskonzept sei mit der Polizei und der Stadt Duisburg abgestimmt. Es hätte keine Bedenken gegeben.

Wolfgang Rabe (Leiter des Krisenstabs):

Er hat alle Unterlagen an die Polizei übergeben. Der Platz kann bis zu 350.000 Menschen aufnehmen. Er kalkuliert mit ca. 150.000 Menschen, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Platz waren. Der Platz sei also nicht voll besetzt gewesen. Das ganze Gelände umfasste 240 Tausend Quadratmeter. Erstes Ziel der Arbeit des Krisenstabs war es, die Menschen ohne eine weitere Panik wieder nach Hause zu bringen. Um 02:00 Uhr war das Gelände geräumt.

Detlef von Schmeling, Polizeipräsident von Duisburg:

Im Tunnel sind keine Menschen zu Tode gekommen. Alle 16 Personen sind auf der Zugangsrampe oder bei der Treppe aufgefunden worden. 16 Opfer sind identifiziert und die Angehörigen sind informiert. Es sind ausländische Personen (u.a. China, Australien, Italien,Niederlande)  unter den Todesopfern. Es konnten noch nicht alle Todesopfer identifiziert werden. Das Alter der Todesopfer liegt zwischen 20 und 40 Jahren. Die Besucheranzahl von 1,4 Millionen Besuchern kann vom Polizeipräsidenten nicht bestätigt werden. Zwischen 9:00 und 14:00 Uhr wurden von der Bahn 105.000 Personen zugeführt. Die überwiegende Zahl der Gäste sei mit der Bahn angereist.

Der Veranstalter hat mit 1.000 Ordnern gesichert. Die Polizei war mit 4.000 Kräften im Einsatz. Über die Verantwortlichkeiten können heute keine Aussagen getroffen werden. Die Polizei hatte eine zweite Zugangsrampe geöffnet, bevor es zu dem Ereignis kam, um den Zugang durch den Tunnel zu entlasten.

Die Polizei hat den Zulauf zu dem Gelände über den ganzen Tag geregelt. Bei zu großem Druck auf das Veranstaltungsgelände seien Zugänge gesperrt worden. Nach den Todesfällen seien die Zugänge komplett gesperrt worden. "Die Polizei hat die Zugänge den ganzen Tag aktiv begleitet". Ein Schußwaffengebrauch oder die Androhung eines Schußwaffengebrauchs kann nicht bestätigt werden. Der persönliche Eindruck von von Schmeling bestätigt den Eindruck einer Massenpanik nicht.