Italien erklärt Notstand für Überschwemmungsgebiete

Auch in Italien kämpfen die Bewohner der Regionen Ligurien und der Toskana gegen die Überschwemmungen an. Sieben Menschen sind bereits bei der Naturkatastrophe ums Leben gekommen. In der Region um Cinque Terre ist der Strom ausgefallen und Schlammlawinen begraben Häuser unter sich. In der schwer zugänglichen Region mussten die Bewohner über das Meer evakuiert werden. Die italienische Regierung hat jetzt für die Regierungen den Notstand erklärt und Hilfsgelder zur Verfügung gestellt.

Damm in Thailand gebrochen – 30.000 Menschen sollen fliehen

Rund 35 Kilometer nördlich von Bangkok ist ein Damm gebrochen. Der Krisenstab forderte 30.000 Menschen südlich des Damms auf aus der gefährdeten Region zu fliehen. Die Armee unterstützt die Evakuierung mit Lastwagen, auf denen die Menschen aus den Überschwemmungsgebieten gebracht werden.

Die Preise für Festplatten schnellen mittlerweile in die Höhe, da viele thailändischen Festplattenfabriken von den Überschwemmungen betroffen sind. Bestimmte Modelle sind gar nicht mehr zu bekommen. Die Fabriken des Herstellers Western Digital sind besonders betroffen.

Hundert Krokodile in Thailand nach Überschwemmungen ausgebrochen

In der alten Königsstadt Ayutthaya wurde eine Aufzuchtstation für Krokodile von den Fluten überschwemmt. Etwa hundert Krokodile konnten sich befreien und sind jetzt in der Stadt unterwegs. Die Behörden haben eine Prämie von umgerechnet 25 Euro für jedes lebend gefangene Tier ausgesetzt, das zurückgebracht wird. Neben den Krokodilen sind Schlangen und Tiger eine Gefahr für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten. Ein Drittel der Provinzen Thailands steht unter Wasser. Über 300 Menschen sind in den Fluten oder durch Angriffe von Tieren bereits ums Leben gekommen.

In einer Zuchtstation für Krokodile in Südafrika: "Pathway to Hell" genannt

Kurzarbeit bei Bombardier in Bautzen nach Überflutung

Welch nachhaltigen Schaden ein Hochwasser anrichten kann zeigt dieser Fall von Bomardier in Bautzen. Nach den schweren Überschwemmungen wird das Werk für Straßenbahnen für Monate nicht voll produzieren können und ein Teil der 1.200 Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen. Bombardier ist ein finanzstarkes, international tätiges kanadisches Unternehmen mit mehreren Standorten. Für einen kleinen Mittelständler kann so eine Situation das Aus bedeuten.

Auch China kämpft mit schweren Überschwemmungen

Neben Brasilien ist auch China aktuell von schweren Überschwemmungen betroffen. Laut Medienberichten sind bei den schwersten Überschwemmungen in China seit 50 Jahren mindestens 175 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt sind von den Überschwemmungen mehr als 25 Millionen Menschen in zehn Provinzen betroffen.

Die Verwüstungen sind enorm: Staudämme sind gebrochen, mehr als 100.000 Häuser sind zerstört und 1,3 Millionen Hektar Erntefläche wurden beschädigt.

Quelle: spiegel online

Aktuelle Informationen zu der Lage in den Überschwemmungsgebieten erhalten sie im BCM-Newsticker.