11.09.2011: ein Tag des Gedenkens aber auch ein Quell der Kraft

Am heutigen 11. September ist der 10. Jahrestag der Anschläge in New York. Es ist so viel zu diesem Jahrestag geschrieben, verfilmt und in Reportagen aufgearbeitet worden dass ich nichts mehr hinzufügen möchte. Heute ist aber auch die Katastrophe von Japan sechs Monate her. 15.781 Menschen sind bei dieser fürchterlichen Naturkatastrophe gestorben, 4.086 Menschen sind noch vermisst und 83.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren. 158.000 Menschen haben in den Katastrophengebieten ihre Arbeit verloren. Auch an alle diese Menschen wollen wir heute denken.

Der Rückblick auf die Ereignisse in New York und Japan ist auf der anderen Seite aber auch ein Quell der Kraft und Hoffnung. Cantor Fitzgerald hat bei den Anschlägen in New York zwei Drittel seiner Mitarbeiter verloren. 658 von 960 Mitarbeiter kamen bei den Anschlägen ums Leben. In einer unglaublichen Kraftanstrengung wurde das Unternehmen um die wenigen verbliebenen Mitarbeiter herum wieder aufgebaut. Ganze Geschäftszweige mussten aufgegeben werden, da die Mitarbeiter mit den erforderlichen Kompetenzen plötzlich fehlten. Das Unternehmen ist wieder voll am Markt, aber es ist ein anderes Unternehmen mit einer ganz besonderen Verantwortung gegenüber den Familienangehörigen der getöteten Mitarbeiter.

In Japan wurden nach dem schweren Erdbeben, Tsunami und Nuklearunfall innerhalb von sechs Monaten bereits 49.000 Behelfsunterkünfte gebaut.  Dies sind bereits 94 Prozent der geplanten Not-Unterkünfte. In einer großen Kraftanstrengung spart die ganze Nation Energie und beteiligt sich am Wiederaufbau.

Diese Ereignisse zeigen, welche übermenschlichen Kräfte nach solchen Katastrophen mobilisiert werden können. Dass dies auf der anderen Seite leider nicht immer gelingt zeigt das Beispiel Haiti, das nach einem schweren Erdbeben am 12. Januar 2010 noch immer mit dem Wiederaufbau kämpft. Wo diese eigene Kraft zum Wiederaufbau fehlt, ist unsere Hilfe notwendig. Auch an diese Menschen sollten wir an diesem Tag denken.

Bßrokratie schlägt Wirtschaftskriminalität

Die Schäden der Industriespionage werden für die deutsche Wirtschaft mit rund 20 Milliarden Euro jährlich beziffert.

Heute veröffentlicht das Kanzleramt eine Schätzung der Bürokratiekosten: mit 40 Milliarden Euro ist die deutsche Wirtschaft durch die Bürokratie doppelt so stark belastet wie durch Industriespionage (bcm-news berichtete).

Am kostenträchtigsten sind dabei die Anforderungen des Bundesfinanzministeriums. An der Spitze steht die Auflage, dass Rechnungen zehn Jahre aufbewahrt werden müssen.

Derartige Auflagen erhöhen mithin natürlich auch die Kosten für die Notfallvorsorge. Denn die Unternehmen müssen durch aufwändige Maßnahmen sicherstellen, dass dieser Papierwust nicht in Feuer oder Wasser aufgeht.

Die durch einen Bürokratieabbau eingesparten Kosten wären oftmals sehr gutes Invest in die Awarenessbildung für das BCM und Tests sowie Übungen des Krisenmanagements.