NYSE stoppt Handel mit allen Wertpapieren wegen technischer Probleme

Um 11:32 Uhr Ortszeit musste die New York Stock Exchange am heutigen Mittwoch den Handel mit allen Wertpapieren stoppen. Nur der Optionshandel lief weiter. Nachdem am gleichen Tag Flieger der Airline United wegen technischer Probleme für eine Stunde am Boden bleiben mussten und die Webseite des Wall Street Journal gestört war, kam der Verdacht einer Cyber-Attacke auf. Von den US-Regierungsbehörden werden derzeit allerdings keine Zusammenhänge zwischen den Ereignissen gesehen. Auch ein Hackerangriff als Ursache des Ausfalls der NYSE wird zurückgewiesen. Die NYSE steht für rund 25 Prozent des US-Aktienhandels. Der Handel an den anderen Börsen lief normal weiter. Die konkurrierende Handelsplattform Nasdaq hatte in den vergangenen Jahren ebenfalls mit Ausfällen zu kämpfen.

Um 21:15 Uhr wurde der Handel wieder eröffnet. Hier eine Übersicht der größten Börsen-Ausfälle.

Teures Nachspiel eines IT-Ausfalls fĂŒr die RBS

2012 führte der IT-Ausfall der Royal Bank of Scotland RBS dazu, dass Millionen Kunden der RBS, NatWest und Ulster Bank tagelang keinen Zugriff auf ihre Konten bekamen. Ursache war ein fehlgeschlagenes Software-Update, sowie über Jahre fehlende Investitionen in die Absicherung und Erneuerung der IT-Systeme. In der Folge renovierte die Bank aufwändig ihre IT-Systeme. Der Reputationsschaden blieb an der Bank haften. Der direkte finanzielle Schaden belief sich auf rund 175 Millionen Pfund (rund 220 Mio. Euro). Jetzt hat dieser IT-Ausfall ein weiteres Nachspiel: die britische Finanzaufsicht wird eine Strafe in zweistelliger Millionenhöhe für den IT-Ausfall erheben.
Quelle: The Guardian

Ulster Bank verliert Tausende Kunden nach IT-Ausfall

Ein fehlgeschlagenes Softwareupdate verursachte bei der RBS in Großbritannien eine massive und langanhaltende Störung. Rund 17 Millionen Kunden des Konzerns waren insgesamt hiervon betroffen. Die Kunden konnten keine Barabhebungen tätigen und Daten auf den Kontoauszügen waren falsch.  BCM-News berichtete. Besonders betroffen waren rund 600.000 Kunden der RBS-Tochter Ulster Bank, die 10 Wochen nach dem Ausfall die Kunden immer noch vor falschen Daten in den Kontoauszügen warnt. Die Bank vermeldet nun, dass mehrere Tausend ihrer Kunden aufgrund dieser IT-Störung die Bank gewechselt haben. Weniger zwar, als Kunden dies in ihrer ersten Verärgerung angekündigt hätten, aber der Reputationsschaden, der zu beheben ist, ist enorm.

Quelle: BBC News

Keine E-Mails fĂŒr Kunden von Alice

Kunden des Providers O2 mit den Alice-Tarifen können seit Tagen keine E-Mails senden und empfangen. Von dem Ausfall betroffen sind mehrere zehntausend Kunden von O2. Der Ausfall wurde von O2 bestätigt. Die Kunden müssen sich allerdings noch bis zur kommenden Woche gedulden, bis die Technik wieder am Laufen ist. Dann gilt es für die betroffenen Kunden erst einmal den Backlog an E-Mails abzuarbeiten sowie einen zweiten redundanten E-Mai Account zu beschaffen – soweit noch nicht vorhanden.

Quelle: cio

Netzaus nach Schaltsekunde: Sekunde legt Teile des Internets lahm – SPIEGEL ONLINE

Die Schaltsekunde, bei der am 1. Juli die Zeit um eine Sekunde zurückgestellt wurde, hat laut Bericht des Spiegel zu teilweise gravierenden Störungen in IT-Systemen geführt. Besonders betroffen war die australische Fluglinie Quantas, die 50 Flüge verschieben musste.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/netzaus-nach-schaltsekunde-sekunde-legt-teile-des-internets-lahm-a-842031.html

Amazon Cloud: zwei TotalausfÀlle innerhalb von zwei Wochen

Amazons Cloud Dienst AWS (Amazon Web Services) kämpft mit dem zweiten Totalausfall des Rechenzentrums im Norden Virginias. Nach einem Gewitter war vor zwei Wochen die Stromversorgung ausgefallen. Die Notstromversorgung quittierte anschliessend ebenfalls ihren Dienst. Beliebte Webservices wie Instagram und Pinterest waren daraufhin für längere Zeit offline. Am vergangenen Freitag den 29.6. fiel dieses Rechenzentrum und damit der Cloud-Service von Amazon nun erneut aus. Dies wirft kein gutes Licht auf Amazon als IT Service-Betreiber. Stromausfälle sind in den USA sehr häufig. Gerade sind im Osten der USA wieder mehrere Millionen Haushalte ohne Strom, nachdem Stürme die Stromleitungen heruntergerissen haben. Die Amerikaner sind in ihren privaten Haushalten mit Notstromaggregaten und Nahrungsmittelvorräten gut gegen diese Störungen gewappnet. Von einem Rechenzentrumsbetreiber würde man ebenfalls eine besonders gute Vorsorge für das Risiko eines Stromausfalls erwarten. Hierzu gehören selbstverständlich regelmäßige Tests der Notstromversorgung. Dies scheint zumindest bei diesem Rechenzentrum von Amazon nicht der Fall gewesen zu sein. Auch für die prominenten Kunden ist dieser Vorfall peinlich. Sie haben ihre eigene Verfügbarkeit nicht ausreichend abgesichert und den kritischen Dienstleister hinsichtlich der Notfallvorsorge nicht überwacht.

NatWest (UK) öffnet am Wochenende wegen eines Computerproblems die Filialen fĂŒr die Kunden

NatWest, eine Tochter der britischen Bank RBS, öffnet am Sonntag in Großbritannien ihre Filialen und verlängert am Samstag die Öffnungszeiten, um Kunden nach einem Computerfehler Zugriff auf ihre Konten zu geben. Viele Kunden haben nach einem Computerfehler, der mittlerweile behoben sein soll, keinen Zugriff auf ihre Konten und Kontensalden sind falsch. Damit Kunden trotzdem an Bargeld kommen, um dringende Zahlungen und Einkäufe leisten zu können, werden die Filialen am Wochenende geöffnet. 

BBC

Windows Clouddienst Azure stolpert ĂŒber den Schalttag

Das Y2K-Problem beim Jahr 2000-Wechsel, das dann gar keines mehr war ist mittlerweile in Vergessenheit geraten. Doch auch kleinere Zeitsprünge wie der Schalttag in diesem Jahr vermögen immer noch Ausfälle von Services herbeizuführen, wenn die Software schlampig programmiert wurde und diese bekannten Besonderheiten nicht berücksichtigt sind. So traf es dieses Jahr am 29. Februar Windows mit dem Cloud-Service Azure. Pünktlich zum Beginn des Schalttags kam es zu regionalen Störungen bei Windows Azure. Microsoft hat mittlerweile eingeräumt, dass eine nicht korrekte Zeitberechnung für die Störungen verantwortlich war.  Über einen Patch wurde das Problem schliesslich nach neun Stunden behoben.

IT-AusfÀlle bei der britischen Post am kritischsten Termin des Jahres

Die Vor-Weihnachtszeit ist weltweit für die Post die kritischste Zeit. Eine große Menge an Weihnachtspost und -päckchen muss rechtzeitig unter die Weihnachtsbäume gebracht werden. Genau der falsche Zeitpunkt für einen Ausfall der zentralen IT-Systeme. Doch die Post in Großbritannien hat jetzt genau diesen Super-Gau erlebt. Am vergangenen Montag den 12.12.11 fiel ein zentrales System der Post gleich zwei Mal aus. Die Angestellten in den Postfilialen mussten die Postgebühren manuell ausrechnen und danach die Post auch noch händisch frankieren. Über 4.000 Postfilialen waren von den Ausfällen am kritischsten Tag des Jahres betroffen. Die britische Post entschuldigte sich für diese Geschäftsunterbrechung. Jetzt müssen die Weihnachtsmänner in Großbritannien einen Zahn zulegen, um diesen Ausfall wieder auszubügeln. Sonst gibt es viele unglückliche Kinder in UK. Apropos Kinder an Weihnachten in UK: um unerwünschte Kinder während der Weihnachtsfeier zu vermeiden erhalten britische Frauen derzeit kostenlose Rationen der “Pille danach”. Andere Länder, andere Sitten …. Aber das ist ein anderer Notfall.