Merck stoppt Produktion in japanischem Werk und bildet Krisenstab

Auch imme mehr deutsche Unternehmen sind direkt oder indirekt von der Katastrophe in Japan betroffen. Der Merck-Konzern, Hersteller von Spezialchemikalien, hat rund 1.000 Beschäftigte in Japan. In einem Werk musste die Produktion aufgrund der Schäden eingestellt werden.

Der eingesetzte Krisenstab bewertet rund um die Uhr die aktuelle Lage.

Quelle: Rhein-Main-Zeitung der FAZ 

SAP und Infineon evakuieren Mitarbeiter aus Tokio

In Tokio ging das Geschäftsleben bislang weitgehend normal weiter. Die AKW und das vom Tsunami betroffene Gebiet liegen 150 Kilometer nördlich von Tokio. Mit der Eskalation der Lage in den AKWs und dem Austritt radioaktiver Strahlungen, die wegen der gedrehten Windrichtung jetzt auch Tokio erreicht, ändert sich aber die Lage in Tokio. Familien bringen ihre Frauen und Kinder mit dem Schnellzug in den Süden des Landes und auch erste große Unternehmen evakuieren ihre Mitarbeiter aus Tokio. Hierzu zählen nach einem Bericht der FR auch die Unternehmen SAP und Infineon.

Japan nach dem Beben – aktuelle News im BCM-Newsticker

Die Ereignisse in Japan überschlagen sich. Mehrere Katastrophen kommen zeitgleich zusammen: das schwere Beben, ein gewaltiger Tsunami und die Havarie mehrerer AKWs.

Bei einem zweiten Reaktor ist die Kühlung ausgefallen. Ein Sprecher räumt ein, dass eine Kernschmelze eingetreten sein kann. Menschen werden auf Radiaktivität gestestet und evakuiert.

Tote werden in dne Küstengebieten zu Hunderten gefunden. Ganze Züge sind verschwunden. Über 10.000 Menschen sind noch vermisst. Viele Menschen sind obdachlos und ohne Wasserversorgung. Die internationalen Einsatzkräfte können allerdings wegen der Gefährdung durch die Strahlung nicht eingesetzt werden.

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Sicherheitsstandards deutscher AKWs wird ĂźberprĂźft

Nach der Havarie des AKW Fukushima in Japan hat Bundeskanzlerin Merkel eine Überprüfung der deutschen Kernkraftwerke angekündigt. Die Umstände der Havarie des AKW machen eine genaue Analyse der Abläufe unbedingt notwendig. Japan ist ein hochentwickeltes Land mit umfangreichen Erfahrungen im Betrieb von Kernkraftwerken. Die Risiken durch Erdbeben sind in Japan allgegenwärtig und die AKW auf die Risiken eines schweren Bebens ausgelegt. Auch die Zusammenhänge von Erdbeben und Tsunami sind bekannt. Das AKW Fukushima liegt direkt an der Küste und sollte daher gegen Tsunami gesichert sein. Die Frage, wie in einem so hochentwickelten Land mit einem derart ausgeprägten Risiko- und Sicherheitsbewusstsein eine solche schwere Havarie geschehen konnte, wird die Experten noch intensiv beschäftigen, wenn die schlimmen Folgen überstanden sind. Auch für das Business Continuity Management müssen wir unsere Lehren aus diesem Ereignis ziehen. Risikobewusstsein, fachliche und technische Kompetenzen sowie finanzielle Ausstattung sind offensichtlich notwendige aber nicht hinreichende Voraussetzungen.

Aktuelle Informationen zur Situation in Japan

AlertNet informiert aktuell im Liveblog über die Situation in Japan. Die Lage ist dramatisch. Eine Kernschmelze im schwer beschädigten Atomkraftwerk scheint unmittelbar bevorzustehen, nachdem eine schwere Explosion Gebäudeteile zerstört hat und Radioaktivität austritt. Der Evakuierungsraum um die Anlage wurde auf 20 km ausgedehnt.

Ursache der Havarie des Atomkraftwerks ist der schwere Tsunami in Folge des Erdbebens, der die Notstromgeneratoren der Anlage zerstört hat.

Japan hat sich druch das Erdbeben um 2,4 Meter verschoben nach Angaben des U.S. Geological Survey!