Autoren

Die Historie der bcm-news

Die bcm-news sind aus der Not geboren. Ich hatte begonnen, Beispiele zu BCM-Vorfällen zu sammeln. Aber als gescannte Zeitungsschnipsel oder Link auf der Festplatte ist dies einfach unpraktisch. Zeitgleich kamen die Blogs auf und ich verpürte den Drang, mit diesem neuen Medium zu experimentieren. So starteten Anfang 2007 die bcm-news als Google-Blog mit einer geschlossenen Benutzergruppe: von mir für mich. Der nächste Schritt war die Veröffentlichung des Blogs und die Umstellung auf wordpress sowie die eigene Domain www.bcm-news.de. Damit nahmen die Dinge unerbittlich ihren Lauf. Die bcm-news wollten ja immer mit neuen Artikeln “gefüttert” werden, denn die Anzahl der Leser der bcm-news steigt stetig an. So kam mit der Zeit der bcm-newsticker, der bcm-Kalender und die Pandemie-News dazu. Dies wäre ohne die Unterstützung von Frank Bueltge nicht möglich gewesen. Er hat auch das Design des Blogs entworfen und alle technischen Features umgesetzt. Ohne ihn sähe der Blog nicht so aus wie er jetzt aussieht und wir müssten manches Feature vermissen. In den vergangenen beiden Jahren ist die Zahl der Leser deutlich gewachsen und neben den Lesern im Blog gehen die neuen Artikel per twitter auch in die ganze Welt. Das bringt natürlich die Anforderung mit sich, die treue Leserschaft mit immer neuen Informationen aus der BCM-Welt zu versorgen. Und dies neben einem zeitraubenden Beraterjob mit viel Reisetätigkeit. Im Dezember 2009 stand dann ein dreiwöcher Urlaub an und es stellte sich die Frage, was passiert in dieser Zeit mit den bcm-news. Sendepause, im Urlaub weiterbloggen oder eine Vertretung finden. Mit Uwe Naujoks und Matthias Rosenberger haben sich gleich zwei sehr kompetente und anerkannte BCM-Experten gefunden, die einen hervorragenden Job gemacht haben und den Urlaub erst so richtig zum Urlaub gemacht haben.  Diese erfolgreiche Zusammenarbeit haben wir nach dem Urlaub fortgesetzt, so dass die bcm-news jetzt von drei Autoren betreut werden, die sich Ihnen hier auf dieser Seite vorstellen.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle für das zahlreiche Feedback, als Kommentar im Blog, email, Teilnahme an einer Umfrage oder natürlich im Rahmen zahlreicher persönlicher Gespräche. Die bcm-news sind ein reines Freizeitvergnügen zu Lasten der Familie und anderer Freizeitvergnügen. Da hilft Zuspruch über das eine oder andere Motivationsloch hinweg. Danke!

Matthias Hämmerle

Hier können Sie die bcm-news untersützen. Ihre Beträge gehen in das Hosting und die Weiterentwicklung der bcm-news.


Die Autoren:

Matthias Hämmerle

Diplom-Ökonom (Uni Hohenheim), MBCI, BS 25999 Lead Auditor, Referent und Dozent

(“Erfinder” der bcm-news und Herausgeber)

Matthias Hämmerle

Das ich einmal beim Business Continuity Management landen werde erscheint im Rückblick heute fast unausweichlich. Mit 17 Jahren habe ich als jüngster deutscher Pilot die Lizenz als Luftfahrzeugführer für Heißluftballone erworben. Die absolute Gewährleitung der Sicherheit für meine Passagiere, das Team und das teure Material in einer Sportart, die aufgrund der Wetterabhängigkeit zahlreiche Risiken mit sich bringt, haben mich früh geprägt. Be jedem Start sind die Risiken gegen die wirtschatlichen Faktoren abzuwägen. Nicht immer eine leichte Entscheidung, den vor Spannung fiebernden Passagieren den Start absagen zu müssen und den Aufwand für den vergeblichen Startversuch in Kauf zu nehmen. Im Studium an der Uni Hohenheim und im Rahmen der Diplomarbeit bei IBM habe ich mich intensiv mit dem Prozessmanagement beschäftigt. Dies kommt mir heute beim BCM sehr zugute. In meinem ersten Job als Projektmanager bei der Deutschen Leasing habe ich in zahlreichen IT- und Organisationsprojekten das Projektmanagement gelernt und Erfahrung in der praktischen Prozessarbeit gewonnen. Als Leiter Organisation bei einer Direktbank und Kreditkartengesellschaft habe ich mich intensiv mit der Auslagerung von Prozessen und IT beschäftigt. Die Risiken in der Supply Chain kenne ich aus praktischer Erfahrung. Als Vertriebsleiter eines mittelständischen Chemieunternehmens das die Versorgungssicherheit von Krankenhäusern, Industrie- und Verkehrsunternehmen sicherstellen musste, hatte ich so manchen Notruf zu bewältigen. In meinem ersten “richtigen” BCM-Projekt als Projektmanager bei einem Finanzdienstleister habe die Grundlagen für die Durchführung einer BIA gelegt, die heute noch gültig sind. Als Senior-Manager einer Wirtschaftsprüfungs- und beratungsgesellschaft habe ich mehrere Jahre Finanzdienstleister (Banken, Versicherungen, Leasinggesellschaften, Bausparkassen) bei der Implementierung von Business – und IT-Service Continuity Management beraten. Aktuell bin ich als BC-Manager für das BCM eines Finanzdienstleistungsunternehmens verantwortlich. Daneben halte ich Vorträge auf Konferenzen, arbeite als Dozent an Hochschulen, führe Schulungen und Seminare durch, organisiere Veranstaltungen und verantworte natürlich die bcm-news.

Uwe Naujoks

FBCI, BS 25999 Lead Auditor, Referent und Dozent

Inhaber UKN Management Management Consulting
Uwe Naujoks

Nach bestandener Abiturprüfung 1978 wollte ich eigentlich Lehrer werden, aus heutiger Sicht könnte man auch sagen, „Krisenmanager auf Dauer“. Da war er also auch schon sehr früh sichtbar, der Drang zum Notfallmanagement.  Die Stellenknappheit führte mich dann aber direkt in die „Arme der Banker“. Damals meinten meine Eltern noch: „Junge, geh zur Bank, da haste wat fürs Leben“. Tja, die guten alten Zeiten eben.

Ich kann über meine immerhin fast 28jährige „Bankerkarriere“ aber wirklich nur Interessantes und Gutes berichten. Nach einer 2jährigen Ausbildung und kurzer Filialzeit wurde ich mit 23 Jahren einer der jüngsten hauptberuflichen Bank-Ausbilder Berlins und konnte so meinem eigentlichen Berufswunsch über 3 Jahre nachkommen. Nach einigen Jahren in der Personalabteilung hatte ich das Glück und die Ehre, als stellvertretender Innenleiter im Berliner Zentrum am Bahnhof Zoologischer Garten den „Tag der Maueröffnung“ hautnah zu erleben und den Massenansturm auf die Bankfilialen zu bewältigen. Selbst wenn es damals schon ein strukturiertes Business Continuity Management gegeben hätte, dieses Szenario hatte wohl kaum einer „auf dem Schirm“. Einige Monate später erhielt ich als Innenleiter der Niederlassung in den neuen Bezirken Berlins die Mitverantwortung für den Filialaufbau und deren Steuerung. Unter den damaligen Verhältnissen war das dann Incident-, Notfall- und Krisenmanagement am laufenden Band. Und noch immer gab es kein BCM … .

Der Zufall verschlug meine Familie und mich dann nach Luxembourg. Dort leitete ich ebenfalls den Innenbetrieb, allerdings gehörten dazu dann auch schon die Themengebiete Security und BCP (… zum „BCManagement“ langte es da noch nicht). Nach einem Institutswechsel kamen dann noch zwei Projekte mit hohem Risiko- und Notfallplanungsbedarf hinzu, die Großprojekte „EURO“ und „Y2K“ (Jahr 2000). Parallel dazu war ich als Operations Manager mitverantwortlich für den Aufbau und den Betrieb einer der ersten „Work Area Recovery Sites“ mit integriertem IT-Desaster Recovery Center. Nach glücklich, nein, natürlich wohl geplantem Überstehen des „Jahrtausendknalls“ übertrug man mir als „Global Business Continuity Coordinator, kurz „Global BCC“ die Gesamtverantwortung für  die Notfallplanung aller weltweiten Organisationseinheiten einer der größten deutschen Landesbanken. Dies hieß im Klartext die zukunftsorientierte Konsolidierung und (Neu-)Ausrichtung der bestehenden Verfahren. Und nur zur Erinnerung, Good Practice Guidelines und Standards waren damals gerade Mal „in den Kinderschuhen“. Aber genau diese Herausforderung reizte mich. Ich bekam nahezu freie Hand bei der Konzeption und Umsetzung und war somit in Deutschland ein Mitglied der  „BCP/BCM“ Pioniere, welche den ganzheitlichen, prozessorientierten Ansatz verfolgten.

Nach fast sechsjähriger Tätigkeit als „Global BCC“ suchte ich insgeheim wieder nach neuen Herausforderungen. Und diese wurden mir über ein befreundetes Beratungsunternehmen geboten. Sie schickten mich buchstäblich in die Wüste, genauer gesagt nach Saudi Arabien, um bei einem großen Telekommunikationsanbieter ein BCM Projekt mit zu betreuen. Dies war der Startschuss für meine immer noch andauernde Selbständigkeit. Zahlreiche in- und ausländische BCM- und Krisenmanagement-Projekte  in verschiedenen Branchen folgten und geben mir die Gelegenheit, meine Erfahrungen aus dem Dienstleistungsbereich auch bei Produktions- und Logistikunternehmen einzubringen, aber auch viel aus daraus zu lernen. Auch wenn das Thema BCM branchenunabhängig sowie unabhängig von Unternehmensgrößen umgesetzt werden kann, so gibt es doch eine Vielzahl von Besonderheiten, die es zu beachten gilt, denn wie so oft, steckt ja bekanntlich der „Teufel im Detail“.

Meine Tätigkeit als zertifizierter Auditor und Trainer für den Standard BS 25999 schließen den Kreis. Und wenn – natürlich neben meiner Familie – dann noch Zeit bleibt, engagiere ich mich in Foren, als Referent auf Konferenzen und Workshops und seit Neuestem eben auch als Co-Autor der bcm-news. Für diese Chance bin ich Matthias Hämmerle sehr dankbar und er hat recht, es macht sehr schnell ziemlich süchtig, gott sei Dank ist diese „Droge“ aber legal.

30. Januar 2010 · Author: Matthias Haemmerle

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